16. September 2016

Areal Stadthafen

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Historische Strömungskarte von 1897, die anhand von Rückläufern der Flaschenpostformulare erstellt wurde.

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Am 14.Juli 1864 ging auf Anweisung des Forschers Georg Neumayer die erste von insgesamt rund 660 Flaschenposten in der Nähe des Kap Hoorn über Bord und wurde drei Jahre später an der Südküste Australiens gefunden.

 

16. September 2016

Areal Stadthafen

Forschungsauftrag # IV

Hydrographische Strömungen (für 2 Personen)

Person 1: Begib Dich auf Deck. Nimm mit dem Fernglas das Hafenbecken in den Blick. Lotse, sobald Du eine Flasche ausfindig gemacht hast, Person 2 mit den Kescher an die entsprechende Stelle, die diese dann vorsichtig zu bergen versucht. Kehrt ans Schiff zurück und verfasst eine Flaschenpostnachricht auf dem entsprechendem Formular. Diese wird am Sonntag feierlich verschickt.

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Person 1: „Links von der Weißen genau gegenüber der gelben Plastiktüte da könnte eine gute Stelle sein.“

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Blick durchs Fernglas

Person 2: „Bin fündig geworden – ein Hotspot an Flaschen. Komme zurück.“

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Nachricht an Unbekannt – erste offizielle ARCA Flaschenpost.

16. September 2016

Areal Stadthafen

„Weit draußen auf dem blauen Meer

Erklingt ein Lied von Wiederkehr
Ein Lied vom Leben –
Matrosen singen es zur Stund‘
Da sie den Freund dem Meeresgrund
Tot übergeben!

Im Tuch aus Leinen ruht er schön
Und hört leis‘ weiße Flügel geh’n
In blauen Fernen –
Ein Lächeln schmückt ihn, wo er liegt
Das ist die Seele, denn sie fliegt
Nicht zu den Sternen!

Nicht zu den Sternen!

Und seinen Leichnam ruft ein Lied
Das lockend über Klippen zieht
Wie Wind und Welle –
Schäumt auch die Meeresfläche wild
Gedanken formen doch ein Bild
Aus seiner Seele!

Der schöne Seemann, wie ein Stein
Sank in die tiefe Flut hinein
In eine Wiege –
Zur selben Stund‘, hoch in der Luft
Ein großer weißer Vogel ruft:
„Den Tod besiege!“

Seht ihr die weißen Möwen dort?
Sie fliegen weit vom Ufer fort
Im Meerestosen –
Sie formen Schreie und erzählen:
„Uns’re Flügel sind die Seelen
Der Matrosen!

Der Meeresfluten kühles Grab
Zieht dich, Matrose, tief hinab
Dich zu vereinen
Mit Allen, die an dich gedacht
Und die in ferner stiller Nacht
Leis‘ um dich weinen – weinen – weeeiiinen!“

Ingrid Caven – Die Großen Weißen Vögel, 1979

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Sigrid Godau sang heute ‚Die großen weißen Vögel‘ für uns und als ob Sie es geahnt hätte, sind wir auch schon ein bisschen wehmütig und lassen im Geiste 100 Tage Emscher Expedition Revue passieren. Die Kanada Gänse sind uns vom Phönixsee bis zum Stadthafen Recklinghausen gefolgt. Sehnsüchtig blicken wir auf die Südseeinsel gegenüber und stellen unsere letzten Forschungen zur Hydrographie an.

14. September 2016

Areal Stadthafen

Wasser in Sicht

 

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In der letzten Woche ist Wasser in Sicht. Bevor wir in das Herner Meer stechen gehen wir einer Beobachtung von Forscher Wischnewski nach, der letzte Woche besonders viele Schwimmkörper aus Glas an einer Stelle im Wasser gesichtet hatte.

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Weit und Breit nichts in Sicht – wir suchen das Ufer ab, finden die besagte Stelle nicht und wollen gerade aufgeben da entdecken wir doch etwas unter der Wasseroberfläche.

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Ein erster Fang

11. September 2016

Areal Stadthafen

TAG 3_ Lange Geschichte (Popper und die Meisterjäger)

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Der Tag beginnt mit dem Kielwasser von Friedrich der Große.

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Prost ! auf Norberts 70igsten.AHOI

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HUCH ! da ist ja jemand ins Netz gegangen.

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Nun aktivierte sich der Standort langsam und

meine fleißigen Forschungs-Interessierten sammelten genug Material für die lange Geschichte.

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Viel Material heißt aber auch die entscheidenden Fundstücke rauszusuchen und richtig zu kombinieren.

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Das klappte meistens wunderbar ….

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…. nur mit dem Schwimmverhalten war ich oft nicht zufrieden.

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Das führte natürlich zu neuen Ansätzen und die lange Geschichte (mit und ohne Knoten) nahm ihren

Lauf.

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Upps ! WER tauchte da den auf einmal auf…ein Bodenschreck-Köder wurde geboren .

Diese Art von Köder war mir völlig unbekannt aber es stellte sich schnell raus..

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…hier waren Meisterjäger am Werk und bei der Dokumentation ihrer

Köder konnte man erkennen wie genau sie ihre Studie betreiben.

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Es füllte sich mittlerweile die Boardwand mit spannenden GEDÄCHTNISKnoten und

Stadthafenköder der Extraklasse.

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Durch die Sammelleidenschaft der Besucher und die Materialsprache der Dinge entwicklten sich Popper, Woopler und Schwipschwap´s.

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die auch im Schwimm- und Tauchverhalten glänzten.

 

PAUSE, Nein an einer Pause war nicht zu denken…Die lange Geschichte konnte nicht unterbrochen werden….

 

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Nachdem sich bei einem zwischenzeitlichen kleinen Streifzug eine grüne Flasche im Käscher verfing…

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…folgte eine weitere Wasseranalyse.

Die Farbe war wenig ansehnlich aber der Duft umso frischer…

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Der Tag sollte nie enden und schon kam es zu einer weiteren Spurensuche, diesmal an Land

und mit inzwischen vertrauten Vehikeln und ihren Besitzern.

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Es dauerte nicht lange und schon war der erste Abdruck auf Papier.

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und natürlich dann auch noch von den Fahrradreisenden die unsere

Forschungsstation besuchten….

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Die Analyse der Reifenspuren im Zusammenhang mit den Fahrern war eindeutig –

wieder einmal handelte es sich um Spuren der Meisterjäger vom Stadthafen .

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Ein letzter Wurf und weiter geht die Reise…bis bald!

10. September 2016

Areal Stadthafen

TAG 2_Stadthafenköder

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Schon früh am Morgen waren wir dem Köder auf der Spur?

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Das Becken war voll, voller Spuren der Nacht…

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Jack D. ein alter Bekannter ging uns ins Netz aber das verwunderte mich nach den zahlreichen anderen Umtreibenden im Hafen schon lange nicht mehr.

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Leinen LOS! (Seil-Salat)

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Erforsche den Knoten anhand von Erinnerungen aus dem Kopf.

Die Knoten blieben uns im Kopf, egal wie sie entstehen was sie können oder wie sie aussehen.

Auf den besten Weg zur Knotenmutter…

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Die Köder lagen direkt an unseren Standort am Boden.

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Man musste Sie nur kombinieren und verknüpfen.

Die Ergebnisse ließen sich sehen und zeigte uns auf abstrakte Weise die Aufenthaltsqualität vom Standort „Stadthafen“.

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9. September 2016

Areal Stadthafen / Uncategorized

Tag 8: extra portum, flumen et navem

Heute letzter Tag der Forschungen für mich.

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Vor meiner Abreise schaut noch ein Experte der englischen Romantik vorbei, der schon vor 2 Tagen hier aufgetaucht war. Vorgestern spielte er mir Rezitationen von Blake vor aus seinem Auto auf dem Parkplatz vor dem Schiff.

 

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Wir dichten Shanties um und er gibt ein paar seiner bereits gedichteten Shanties zum besten. Zu hören auf seiner Webseite: http://www.englishromantics.com/

Heute ist es endlich an der Zeit, Robinson zu ehren und ich mache mich auf den Weg ins nahe Strandcafé, um dort laut aus seinen Aufzeichnungen zu lesen.

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Es stört mich niemand, obwohl es voll ist. Die Musik passt, der Sand rieselt durch die Zehen und ich rufe laut ein paar Zeilen Robinson Richtung Eisstand.

Danach packe ich zusammen und begebe mich extra portum, flumen et navem.

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